Interview mit Sebastian von Meding

Am 14. Oktober zur Landtagswahl 2018 in Bayern tritt für den Wahlkreis Mittelfranken Sebastian von Meding für die FDP an.

Stellen Sie sich bitte vor: Wer sind Sie?

Ich heiße Sebastian von Meding, bin 47 Jahre alt, gebürtig aus Hannover und habe drei Kinder. Studiert habe ich an der Technischen Universität Berlin und bin seit 17 Jahren für die Siemens AG tätig, als Projektleiter Öffentlicher Nahverkehr.

Warum sind Sie Politiker?

Ich bin Politiker, weil ich gerne mit und für Menschen arbeite. So bin ich seit 2011 für die FDP im Kreisvorstand Nürnberger Land und im Landesfachausschuss Familie aktiv. Dazu bin ich Stellvertretender Vorsitzender der Liberalen Männer sowie Vorsitzender Nordbayern des Bundesverbands Deutscher Volks- und Betriebswirte.
Mir ist wichtig, dass Praktiker aus der Wirtschaft im Parlament aktiv werden.

Was ist für Sie „typisch Franken“?

Franken ist eine lebens- und liebenswerte Region für Jung und Alt. Fragt man Touristen, dann wird die Fränkische Schweiz mit der urigen Landschaft, den Burgen und dem guten Essen genannt. Ich persönlich liebe übrigens Schäufele, Fränkische Bratwürste und Karpfen. Dazu ein gutes Bier bzw. im Winter Glühwein bei Lebkuchen auf dem Christkindlsmarkt – hier lebt es sich wirklich sehr gut.

Für die Franken ist die besondere Verbundenheit zur Heimat, zu Traditionen und Bräuchen, zu den überlieferten Werten wichtig. Das, was die Vorfahren in den Jahrhunderten durch Arbeit, ihren Fleiß und ihre Beharrlichkeit geschaffen haben, erfüllt uns heute noch mit Stolz. Es ist gerade heute in dieser medialen und schnelllebigen Zeit wichtig, unseren jungen Menschen Halt und Werte zu vermitteln. Über Wertevermittlung erlangt man eigene Identität. Die eigene Identität gibt Halt und Kraft für das Leben.

Welche Vision bzw. Vorstellungen haben Sie für Mittelfranken, konkret bezüglich: mehr Bürgerbeteiligung, ÖPNV, Fachkräftemangel, Umweltschutz und Tourismus?

Ich möchte, dass Mittelfranken auch für die Zukunft eine attraktive Region zum Arbeiten, Leben und Urlauben, zudem eine sichere Region bleibt. Deshalb möchte ich unsere Region infrastrukturell und damit auch wirtschaftlich weiter stärken.
Zu einer attraktiven Region gehören ein gut ausgebautes Straßennetz, ein gut funktionierender öffentlicher Nahverkehr, schnelles Internet, gute Bildungseinrichtungen sowie der Erhalt von Kultur- und Sporteinrichtungen. Dazu auch eine intakte Natur und Umwelt, was wiederum Voraussetzung ist für die touristische Entwicklung.

Beeindruckend find ich bis heute die sehr dynamische wirtschaftliche Entwicklung unserer Metropolregion Nürnberg-Erlangen-Fürth: Es gibt wohl sonst keinen Ort auf der Welt, der binnen zehn Jahren vier Weltkonzerne* verloren hat, ohne dass es sich auf die Arbeitslosigkeit auswirkte. Unsere regionalen, attraktiven Arbeitgeber wie Adidas, Puma, Siemens, Bosch, MAN, Continental, Schaeffler, AEG-Elektrolux, Uvex, Faber-Castell, Stabilo, Staedler, Diehl, GfK, Datev, Playmobil, Alcatel-Lucent, Intel, Consors Bank, Rödl &P., Areva, Nürnberger Versicherung, Universa, Baumüller, Faun, Demag, Simba-Dickie, Rehau, Norma, Leoni usw. wachsen derart stark, dass die Arbeitslosenquote niedrig bleibt.
(* Triumph-Adler, Grundig, AEG, Quelle)

Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?

Die verbringe ich gerne mit meinen Kindern. Wenn ich sie denn mal bekomme – von der Mutter lebe ich getrennt. Leider haben wir in der deutschen Familienpolitik erhebliche Defizite, die nur langsam durch die Justiz korrigiert werden. Auch deshalb setze ich mich in München, Berlin und Brüssel für ein gerechtes Familienrecht ein: Kinder haben ein Recht auf beide Eltern.

Scheidungen und Trennungen passieren heute leider häufig. Was die Politik wohl kaum verhindern kann. Jedoch kann sie verhindern, dass es einseitig zu Lasten der Kinder und Väter geht. Die so genannte Doppelresidenz bzw. das Wechselmodell muss kommen. Deshalb fordere ich:

Allen Kindern beide Eltern.

Ein Gedanke zu „Interview mit Sebastian von Meding

  1. Ich stimme Ihnen zu und fordere endlich Gleichberechtigung! Ich fordere, dass Männer nur noch 50 Prozent der Führungsposition einnehmen, die anderen 50 Prozent sollen bitte an Frauen gehen. Und wenn wir schon dabei, sind fordere ich auch bei Lohn und Rente eine Kürzung der Bezüge auf das Niveau der Frauen, dürfte so um die 93 Prozent liegen. 50 Prozent der Pflegeberufe, Erzieher, Hebammen etc. sollten dann bitte auch von Männern begleitet werden. Selbstverständlich muss bei einem WM per Gesetz auch festgelegt werden, dass Männer zukünftig 50 Prozent der Elternzeit in Anspruch nehmen, 50 Prozent der Windeln gewechselt und 50 Prozent des Erbrochenen der Kinder weggewischt haben, damit auch die Bindung der Kinder zu 50 Prozent gegeben ist. Verpflichtend dann noch bitte für die Männer 50 Prozent der Haushaltsarbeit für Männer sollte kommen. Wenn Sie gegen Ungleichbehandlung kämpfen, dann doch bitte VOLLSTÄNDIG. Danke

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